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Felsnachbildung
Es werden dicke Styroporplatten mit Silikon in das Terrarium geklebt denen mittels eines Cutmessers eine Felsähnliche Struktur gegeben wird. Nach einer anschließenden Wartezeit von einem Tag oder mehr wird die gesamte Fläche des Styropors mit einem kleinen Flammenwerfer vorsichtig in "Form" gebracht (Vorsicht - giftige Dämpfe!). Hierbei zieht sich das Styropor noch etwas zusammen und verhärtet sich etwas. Dies kann man gut nutzen um den Felsrohling eine natürliche Form zu geben. Anschließend wird der Felsrohling mit angerührtem Flex- Fliesenkleber (Konsistenz etwa wie Jogurt) deckend bepinselt. Die Fliesenkleberschicht habe ich noch mit einem Einfärbepulver (schwarz und rotsandsteinfarben) eingefärbt, - man kann dafür auch Abtönfarbe nehmen - das ergibt später einen besonderen Effekt wenn diese Farben durch den aufgebrachten Sand durchschimmern.. Nach der Aushärtung und kompletten Trocknung des Kunstwerkes erhält es mehrere Schichten von Epoxydharz = 2 Komponenten- Kleber. Die letzte Schicht wird dann im noch klebrigen Zustand mit Sand beworfen bzw. mit etwas feuchtem Sand beklebt. Da mancher trockene Sand das Epoxydharz aufsaugt, sieht die Felswand später aus als sei sie immer nass. Deshalb sollte man mit der Feuchtigkeit des Sandes etwas ausprobieren und variieren damit es später auch eine ansehnliche Felswand wird.

Siehe auch:

fertiges Terrarium Terri im Rohbau

 

Beleuchtung
Zu empfehlen wären T5 - Röhren für kleinere und HQI - Strahler für größere Terrarien. Achten sollte man auf die richtige Lichtfarbe (Daylight). Die Beleuchtungsintensität hat für die Aktivität, die Färbung und die Gesundheit Bedeutung.

 

Beheizung
Beheizt wird ein Echsenterrarium am besten von oben durch Halogenspotstrahler o.ä. Es sollte darauf geachtet werden das der Lichtpegel unter dem Heizstrahler nicht zu klein ausfällt da die Echsen im kalten zustand eventuelle zu kleine Lichtbündellungen und somit die Hitze an diesen Punkten zu spät merken. Sie könnten sich dadurch Verbrennungen zuziehen. Die Lichtbündelung unter dem Heizstrahler sollte gleichmäßig und mindestens so groß wie die Tiere selbst sein. Die Echsen regulieren Ihre Vorzugstemperatur indem sie zwischen wärmeren und kühleren Bereichen im Terrarium hin und her wechseln (thermoregulatorische Verhaltensweisen) deshalb sollte ihnen ein artspezifisches Mikroklima im Haltungssystem geschaffen werden mit Temperatur- und Feuchtigkeitsgradienten, die den Tieren eine entsprechende Auswahl bieten. Dies wird mittels Felsspalten, Korkröhren oder Kletteräste optimiert (je höher desto wärmer) Für die Tiere schafft man somit verschiedene Ebenen - auch Temperaturbereiche- in denen sich die Reptilien bei ihrer Vorzugstemperatur aufhalten können. Ebenso ist eine Nachtabsenkung der Umgebungstemperatur notwendig. Für tagaktive Echsen, die sich in der Natur sonnen, ist die mit Licht gekoppelte Strahlungswärme wichtig. Auf die Verwendung geeigneter Lampen/Leuchtstoffröhren (siehe oben Beleuchtung) und die sachgerechte Anbringung ist zu achten (u. a. wegen Verbrennungsgefahr). Die "Wechselwarmen" Tiere benötigen u.a. die erhöhten Temperaturen um ihre Nahrung zu verdauen.

 

UV - Bestrahlung
Geeignete UV - Bestrahlung wird durch die feste Installation von einer Ultravitalux (300W) von der Firma Osram erzielt. Es muss jedoch einen Mindestabstand zur Echse von ca. 80 cm eingehalten werden und sie darf nur je nach Tierart 15 - 60 Minuten pro Tag in Betrieb sein. Beachten sollte man auch das durch den Betrieb einer 300 Watt Lampe eine größere Wärmeentwicklung entsteht, was sich allerdings bei mir eher als positiv herausstellte!
In jüngerer Zeit haben sich auch andere -UV-Ganztagesstrahler- bewährt z.b.: (T-REX ACTIVE UV HEAT) die es mit 100 bzw. 160 Watt gibt und von denen man ruhig die Flood - Version nehmen sollte. Die Solar Raptor oder die Bright Sun sind HQI-Lampen und funktionieren nur mit Vorschaltgerät. Diese Strahler sind sehr hell und man kann sie anstelle bzw. als Heizstrahler verwenden.

Eine 300W Osram Ultravitalux - Lampe eingeschaltet zur Vormittagszeit z.b. 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr schafft einen Tageshöchsttemperaturbereich und wird zum aufheizen (Sonnen) der Echsen wahrscheinlich effektiver genutzt. Zudem hält sie, wegen der kurzen Einschaltdauer, wahrscheinlich länger die UV-Werte als die anderen Strahler, die den ganzen Tag brennen.
Bedenkt man das die UV-Lampen Quecksilber enthalten, dann ist die Osram Ultravitalux - Lampe wahrscheinlich auch die umweltfreundlichere Variante.

 

Luft- und Substratfeuchtigkeit
Um eine gewisse Substratfeuchtigkeit in Trockenterrarien zu bekommen ohne sie "überfluten" zu müssen hat sich eine Bewässerung per Drainageschlauch bestens bewährt. Wie in der Natur sind so die Verdunstungsmengen größer als die Niederschlagsmengen.
Durch den auf dem Terrarienboden verlegte und mit reichlich Löcher versehener Plastikschlauch fließt das Wasser und befeuchtet den Boden von unten her.
Häutungsschwierigkeiten werden so vermieden.

 

Automatisierte Systeme für die Regulation des Mikroklimas
- Zeitschalturen
sorgen für das pünktliche Ein und Ausschalten der Beleuchtung. Im Minutentakt kann auch die Bewässerung über Zeitschaltuhr gesteuert werden usw.
- Beregnung mit Sprühanlagen
fest installierte Beregnungsanlagen die einen feinen Sprühnebel erzeugen sorgen für die richtige Luftfeuchtigkeit. Ich betreibe meine Beregnungsanlage mit Quellwasser, da das Leitungswasser zu kalkhaltig ist und Kalkränder auf den Pflanzen hinterlassen würde bzw. die Düsen von der Beregnungsanlage schneller verstopfen würden.
- Belüftung mittels Ventilator
- Thermostat
- Hydrostat
- Dämmerungsgeräte

 

Belüftung
Die Be- und Entlüftungsflächen aus rostfreiem Fliegendraht oder Bienendraht sollten sich z.b. auf einer Seitenwand befinden.
Die durch das untere Gitter einströmende Frischluft wird in dem wärmeren Bereich des Terrariums aufgewärmt und steigt dadurch nach oben. Die aufgeheizte Abluft die durch das obere Lüftungsfenster austritt zieht wieder Frischluft durch das untere Fenster nach. So entsteht ein Kreislauf der immer wieder Frischluft in das Terrarium fördert. Zugluft wird verhindert.

 

Tipps

Zehen
Es kann vorkommen das die Tiere sich die Krallen zwischen Schiebescheibe und Führungsschiene einklemmen und sich in folge die Zehe brechen oder abreißen. Das gleiche geschieht auch bei manchen Arten in Fliegendraht. Deshalb sollte die Führungsschiene so hoch angebracht sein das die Tiere nicht dran kommen. Anstatt Fliegendraht sollte Drahtgitter 5 - 10 mm Maschenweite verwendet werden.

Scheibenspringen
Es kann vorkommen das die Echsen gegen die Scheiben springen. Dieses Verhalten kann durch Bedrohung oder ihr Spiegelbild hervorgerufen werden. Sie nehmen die Scheibe als solche nicht wahr und in ihrem Spiegelbild sehen sie den evtl. Rivalen. Ein ähnliches Verhalten zeigt sich auch wenn sie an den Scheiben entlang laufen. Dies kann auch bedeuten "ich will raus", was bei Zahmen Echsen durchaus vorkommt. Das Problem bei diesen zwei Verhaltensweisen ist, das sie sich dabei die Schnauze verletzen. Um dieses Verhalten zu korrigieren, kleben sie die Scheiben im Unteren Bereich mit Zeitungspapier ab und/oder richten sie die Beleuchtung nicht gegen die Scheiben. Eine Standortverlagerung des Terrariums kann bei diesem Problem eventuell auch helfen. Hilfreich kann auch eine vor den Scheiben angebrachte Jalousie sein.

Handberegner selbst gemacht:
Man nimmt Trinkjogurtflaschen und schmelzt mit einer heißen Nadel Löcher in den Deckel .

 

Fütterung
Grundsätzlich sollten juvenile Tiere öfter als adulte Tiere gefüttert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden die Tiere nicht zu reichhaltig zu füttern, sie sollten immer leicht Hunger haben. Lieber öfter kleinere Futtertiere füttern als einmal ein zu großes Futtertier. Gerade die dornigen Hinterbeine der Heuschrecken könnten den Echsen im Rachen stecken bleiben und schwere Verletzungen hervorrufen.
Wichtig ist zu beachten das die Verdauung meistens nur bei höheren Temperaturen stattfinden kann. Demnach sollte vor anstehenden Ruhephasen nicht mehr gefüttert werden, sonst würde das Futter zu lange im Darm verbleiben und es würde eventuell zu Fäulnisprozessen kommen.
Wenn die Futtertiere nicht aus der eigenen Zucht stammen, sollten sie einige Tage vor dem verfüttern "aufgewertet" werden d.h. sie sollten gut genährt werden mit frischen geriebenen Karotten, Löwenzahn usw.
Noch ein Tipp für die Insekten-Futtertierzucht: Polypropylenseil aus dem Baumarkt für die Dochttränke verwenden, da andere Materialien von den Insekten evtl. angefressen werden.


Vitamine:

I.E. = Internationale Einheiten = Maßeinheit für Vitamine

Vitamin D3 - Empfohlene wöchentliche Dosis für Reptilien: 50-100 I.E. Vitamin D3 / kg Körpermasse (Jungtiere 75-100 I.E./Kg; Adulte Tiere: 50 I.E./Kg Körpergewicht) Zusätzlich wird Vitamin D3 durch UVB - Strahlung unter der Haut gebildet.

Einige Vitamine (Besonders die Vitamine A und D) können, wenn man sie überdosiert zu Folgeschäden führen.

Durch übermäßige Fischfütterung kann ein Vitamin B1 - Mangel entstehen. Viele Süßwasserfische enthalten das Enzym Thiaminase, welche das Thiamin (Vitamin B1) inaktiviert.

- Ursovit D3, wässrig pro inj. = Hochkonzentrierte Vitamin D3 - Lösung = 1,0 ml entsprechen 1 Mio. I.E. Vitamin D
(Empfohlene wöchentliche Dosis für Reptilien: 50-100 I.E. Vitamin D3 / kg Körpermasse).
Für ein 250 gr schweres Tier also 0,000025 ml Lösung

- BioWeyxin Multi-C-Mulgat = 1 Tropfen je 250 g LM, bei erhöhter Belastung bis 2 Tropfen pro Woche. (Enthält kein Vitamin D)

- Vitacombex V = Vitaminpräparat für Vögel - 1ml = 80 I.E. Vitamin D3

- Multibionta = Fett und wasserlösliche Vitamine - 1ml enthält: 1000 I.E. Vit. D3; 5000 I.E. Vit. A

- Sinta® Vit Multiblex
Ergänzungsfuttermittel - flüssig -
Vitalstoff-Mikroemulsionen (W/O/W) für Nutz- und Heimtiere
1 ml enthält: 15.000 IE Vitamin A,130 IE D3 , 25 mg Vitamin E, 24 mg
Nicotinsäureamid, 20 mg Calciumpantothenat, 10 mg L-Carnitin, 8 mg Cholinchlorid,
4 mg Vitamin B2,
3 mg Vitamin B1, 3 mg Vitamin B6, 2 mg Beta-Carotin, 1 mg Vitamin K3, 0,1 mg
Selen, 0,05 mg Biotin, 15 g Vitamin B12

Schildkröten: 2 Tropfen pro Woche

Reptilien: 1 Tropfen je 250 g LM, bei erhöhter
Belastung
bis 2 Tropfen pro Woche


Aus der Humanmedizin: Frubiase - Calcium - Trinkampullen zur Erhöhung des Kalziumspiegels. Zur Anwendung täglich bis zu 3,3 ml (pro 100 gr. Tier) mit dem Futter verabreichen.

Mineralstoffe:

- Korvimin ZVT+Reptil = Vitamine, Mineralstoffe u. Spurenelemente in Pulverisierter Form zum einstäuben der Futterinsekten.

- Kieselerde

- Calciumcitrat

- Calcium-Lactat

- Sepiaschale

Durch die Verwendung von Calciumcitrat, statt Calciumcarbonat ist es gewährleistet, dass das zugeführte Calcium schnell vom Organismus aufgenommen und verwertet wird.





Wachsmotten - Kunstfutter

500 gr. Honig
500 gr. Glyzerin
200 gr. Bierhefe
200 gr. Weizenkeime
200 gr. Magermilchpulver
2 kg. Weizenkleie
500 gr. Haferflocken
Im Reformhaus für Diabetiker erhältlich .

Honig u. Glyzerin auf ca.: 30 - 40°C erwärmen und in der Maschine , oder mit der Hand , gut ineinander rühren .
Die anderen Zutaten gut mischen und in das Honig - Glyzerin - Gemisch geben .
Das ganze gut durchmischen und kneten.



Informationen von Dr. Ingo Kober aus einem Artikel in der Herpetal von Anfang 2008:
Im folgenden Beitrag möchte ich die einzelnen Vitamine, ihre Aufgaben im Körper sowie Dosierungsempfehlungen anhand eines Wissenschaftlichen Artikel aus der Herpetal kurz vorstellen.
Vitamin D (Calcitriol)
Die Gabe von Vitamin D, das in der Form von Vitamin D3 (Cholecalciferol), einer Vorstufe des reifen Vitamin D verabreicht wird, ist in der terraristischen Praxis meist unbedingt notwendig. Zum einen sind die üblichen Futtertiere ärmer an diesem Vitamin als freilebende Insekten, zum anderen wird ein obligater Syntheseschritt bei der Bildung durch UVB- Einwirkung auf die Haut katalysiert und die derzeit verfügbaren künstlichen UV Quellen reichen in der Praxis meist nicht aus, um das natürliche Sonnenlicht in dieser Hinsicht dauerhaft ausreichend zu ersetzen. Bei Vitamin D Mangel nützt die beste Kalziumversorgung nichts, da das Mineral dann vom Körper nicht verwertet werden kann. Vitamin D Mangel führt daher ebenso wie Kalziummangel oder ein ungünstiges Kalzium/Phosphor Verhältnis in der Nahrung vor allem zu rachitischen Erkrankungen. Fatalerweise kann eine Überdosierung von Vitamin D3 neben einer Verkalkung innerer Organe und Gefäße ebenfalls zu Rachitis -ähnlichen Symptomen führen, da nämlich auch dann in den Knochen enthaltenes Kalzium mobilisiert und so eine Demineralisierung der Knochen eingeleitet wird. Deshalb ist eine exakte Dosierung hier besonders wichtig. Erfahrungen mit vielen Reptilien legen den Schluss nahe, dass eine Gabe von 50-100 I.E. Vitamin D3 pro kg Tier und Woche für die meisten Echsenarten eine ausreichende aber nicht gefährliche Dosierung darstellt. Am effektivsten ist die Gabe von flüssigen Vitamin D Präparaten. Aus pulvrigen Supplementpräparaten wird dieses Vitamin offenbar schlechter vom Reptilien- oder Amphibienkörper aufgenommen. Einerseits sind dann höhere Dosierungen nötig, andererseits scheinen Überdosierungen bei der Gabe Vitamin D haltiger Pulver kaum aufzutreten.
Vitamin A
Gaben von Vitamin A sind ebenfalls empfehlenswert, da Mangelerscheinungen nicht selten auftreten und viele Futterinsekten nur geringe Mengen dieses wichtigen Vitamins enthalten. Folgen akuten Vitamin A Mangels sind Augenschwellungen (vor allem bei Schildkröten), Häutungsprobleme sowie Funktionsstörungen von Leber und Niere.
Dosierungsrichtlinien für Vitamin A bei Reptilien sind bisher wenig definiert, es sei aber zur Vorsicht geraten und eine der D3 Gabe ähnliche Dosierung empfohlen. Die für Säuger und Vögel etablierte Faustregel, Vitamin A in zehnfacher Dosierung von Vitamin D 3 zu geben, scheint für wechselwarme Wirbeltiere nicht zu gelten. Die handelsüblichen Multivitaminpräparate enthalten leider meist extrem viel Vitamin A und so werden oft Symptome von Vitamin A Überdosierung beobachtet. Dabei kommt es vor allem zur dramatischen Verkürzung von Häutungsintervallen, was in ernsten Hautschädigungen resultieren kann.
Vitamin K und E
Zusätzliche Gaben der übrigen fettlöslichen Vitamine, K und E, sind bei normaler Fütterung nur selten erforderlich.
Überdosierungen dieser beiden Vitamine führen in der Praxis in der Regel nicht zu gefährlichen Schäden. Da beide Vitamine nichtsdestotrotz in Leber und Fettgewebe gespeichert werden, empfiehlt es sich, sich bei den Dosierungen zumindest grob an die Angaben der jeweiligen Supplementhersteller zu halten.
Wasserlösliche Vitamine
Die nicht fettlöslichen Vitamine (B, C, H ) können Terrarientieren bedenkenlos dauerhaft verabreicht werden. Eine Überdosierung hat nur in Extremfällen negative gesundheitliche Folgen und die vorbeugende Gabe verhindert das entstehen von Schäden durch entsprechende Vitaminmangelsituationen im Futter. Die wasserlöslichen Vitamine sind aus Pulvern ebenso gut bioverfügbar wie aus Flüssigpräparaten. Eine genaue Aufschlüsselung aller wasserlöslichen Vitamine führt zu einer beachtlichen Zahl von Verbindungen, deren wichtigste im Folgenden gelistet werden:
B-Vitamine
Hinter dem Begriff Vitamin B verbirgt sich eine ganze Gruppe von Substanzen, deren wichtigste Vitamin B1 (Thiamin,) B2 (Riboflavin), B3 (Nicotinamid), B4 (Cholinchlorid), B5 (Panthothensäure) B6 (Pyridoxin), B9 (Folsäure) und B12 (Cobaldamin) sind. B-Vitamine sind Kofaktoren von Enzymen und erfüllen als solche jeweils spezifische Aufgaben. Rein anhand der Symptome, die bei Mangelerscheinungen auftreten, kann man nur schwer eingrenzen, an welchem B-Vitamin es im Einzelfall mangelt. Daher, und nicht zuletzt auch, da B-Vitamine im Heimtiermarkt in der Regel nur als Mischungen erhältlich sind, empfiehlt es sich, im Mangelfall ebenso wie zur Vorbeugung, eine Mischung dieser Vitamine zu verabreichen. Vitamin B Mangel ist oft nicht allein auf die Ernährung, sondern auch auf andauernde Stressituationen zurückzuführen. Symptome sind der bei Reptilien gefürchtete Zitterkrampf, generelle Abmagerung, Bewegungsstörungen, Appetitlosigkeit und Durchfälle.
Vitamin H (Biotin)
Biotin, auch als Vitamin B7 oder B8 bezeichnet ist Bestandteil der meisten Vitaminmischungen und vor allem für gesundes
Wachstum der Haut und ihrer hornigen Produkte wichtig. Mangelsituationen manifestieren sich daher in Glanzverlust auch frisch gehäuteter Tiere, brüchigen Krallen, aber auch Apathie und in Einzelfällen Entzündungen der Zunge.
Vitamin C (Askorbinsäure)
Dieses Antioxidanz hat vielfältige Aufgaben im Körper. Bei Reptilien hilft es offenbar u.a. im Winterschlaf die Gewebe vor Schäden durch zu niedrige Sauerstoffversorgung zu bewahren. Reptilien und Amphibien können dieses Vitamin körpereigen produzieren, brauchen also keine Vitamin C Zufuhr von aussen. Da ein Überschuss nicht schadet und bei geschwächten Individuen vielleicht doch sinnvoll ist, enthalten die meisten Vitaminmischungen dennoch auch dieses Vitamin.
Aminosäuren
Sämtliche Proteine aller Lebewesen entstehen durch das Aneinanderheften von Aminosäuren. Generell spielen dabei in der ganzen Lebewesenwelt nur zwanzig verschiedene Aminosäuren eine tragende Rolle. Die meisten davon kann jedes Lebewesens selber herstellen. Doch fast alle höher entwickelten Tiere haben diese Fähigkeiten für einen Teil der zwanzig Aminosäuren verloren. Meist handelt es sich dabei um Aminosäuren, die sie problemlos in der nötigen Menge aus ihrer natürlichen Nahrung gewinnen können. Da das Vorhandensein dieser nicht körpereigen herstellbaren Aminosäuren in der Nahrung somit überlebenswichtig geworden ist, bezeichnet man sie als essentielle Aminosäuren. Welche Aminosäuren essentiell sind, ist zwischen verschiedenen Lebewesengruppen verschieden. Bei Tieren in menschlicher Obhut kann ein Mangel an essentiellen Aminosäuren auftreten, sofern sie nicht in ausreichender Menge in der Ersatznahrung vorhanden sind. Manche Supplemente enthalten daher auch Anteile von für die Zieltiergruppe essentiellen Aminosäuren."
*Informationen von Dr. Ingo Kober aus einem Artikel in der Herpetal von Anfang 2008

Calcium, Mineralien, Vitamine sind wichtige Bausteine.

Oftmals ertrinken ins Terrarium gesetzte Futtertiere z.B. Heuschrecken im Wassernapf. An solchen Stoffpflanzen können sie sich den Weg ins trockene wieder erklettern.

 

Quarantäne
Eine Quarantäne sollte für alle neu erworbenen Terrarientiere mindestens 3 Monate durchgeführt werden.

Während der Quarantäne sind diagnostische Untersuchungen unerlässlich.

Oxyuren-Ei
Oxyuren zählen zu den Nematoden.
Behandlung mit Molevac (Wirkstoff Pyrvinium-Pamoat) 0,5 - 1,0 ml / kg KG; nach zwei Wochen wiederholen

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